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Breitensport bezeichnet jeden Sport, der nicht als Leistungsport ausgeübt wird, sondern vielmehr als Freizeitgestaltung und zur körperlichen Ertüchtigung.

Das heißt, wenn Sie Ihren morgentlichen Fitnesslauf mit Ihrem Hund gemeinsam laufen ist dies ebenso Breitensport, wie wenn Sie zum Beispiel mit ihm Bergtouren machen.

 

Wie alles, was man wirtschaftlich nutzen kann, wurde auch die Idee des Breitensportes mit Hunden bereits in den späteren 70ern kommerzialisiert in dem man Regelements erlies, was nunmehr als Breitensport zu gelten hat.

Das erste Turnier fand bereits 1988 statt. (Aber keine Sorge, Sie sind auch „Breitensportler“ wenn Sie mit Ihrem Hund weiterhin morgentlich laufen gehen)

 

Wie auch immer, Breitensport war und ist „die“ Alternative zu den Leistungsportarten wie z.B. Agility und brachte durch den spielerischen Aufbau die ganze Familie und insbesondere junge Menschen dem Hundesport näher.

 

Doch begann um 2005 eine Entwicklung, die den Breitensport aus dem bisherigen Image des echten Familiensportes etwas herausbrach, denn die Breitensportler waren nun nicht nur mehr die Hobbysportler, die halt Freude an der Bewegung mit dem Hund hatten, sondern es wurde der Breitensport zu einer Alternative für die, die in Agility oder Unterordnung (dem Gehorsamkeits-Sport, sozusagen) aus verschiedensten Gründen keine Befriedigung fanden.

 

Sehr bald kam nun auch in dieser Sportart deswegen der Leistungsgedanke immer mehr in den Vordergrund - und sehr bald wollte man das Image des "Familien- und Freizeitsportlers", das mit dem Begriff Breitensport nach wie vor verknüpft war, nicht mehr gelten lassen. So wurde für den bisherigen "Breitensport" der nun für diese Sportart gültige Begriff "Turnierhundesport" (THS) gewählt.

 

Am Sport an sich hat sich freilich nichts geändert und es ist nach wie vor eine Sportart, bei der Jeder, ob Mann, Frau oder Kind mit genügend Bewegungsfreude erfolgreich mitmachen kann.

 

Alle Disziplinen des "Turnierhundesports" sind so aufgebaut, dass sie mit Hunden aller Größen und Veranlagungen und natürlich unabhängig von der Rasse, ausgeführt werden können.

Zusätzlich versucht man nach Möglichkeit, hinsichtlich der Leistung zusammenpassende Gruppierungen zu finden. Alleine durch die auf das Alter des Hundeführers abgestimmte Einteilung bietet sich schon eine gewisse Ausgeglichenheit bzw. Fairness bei den Bewertungen.

Damit führt der Sport rascher zu positiven Ergebnissen für die Teilnehmer und damit wiederum zu mehr Begeisterung und Ehrgeiz.

 

 

 

Die Disziplinen:

 

Der Breitensport setzt sich aus vier Disziplinen zusammen:

 

Obediance:

 

Die erste Disziplin bildet auch hier Obedience, die Gehorsamkeit, welche wie in allen andern Hundesportarten die Grundlage für jede Arbeit bildet. Slalom-, Hürden- und Hindernislauf sind die sportlichen Elemente der vier Disziplinen,

 

Außer den zu bewertenden Gehorsamsübungen ist die optimale Teamarbeit von Mensch und Hund bei diesem Wettkampf von entscheidender Bedeutung.

Im Gehorsamsteil des Vierkampfes wird die Ausführung von Gehorsamsübungen nach einem Ablaufschema verlangt, das prinzipiell bei der Disziplin des Obediance vorgegeben ist.  Leinenführigkeit und Freifolge im Normalen- und im Laufschritt, Sitzübungen, Ablegen mit Herankommen sind hierbei gefordert. Übungen, die jeder Hund gleich welcher Rasse bei ausreichendem Training erfüllen kann und die nach den Richtlinien des ÖKV bewertet werden. 

 

Beim Slalom-, Hürden-  und Hindernislauf sollte der Hund auf jedes Wort und jede Geste des Hundeführers sofort reagieren. Hier geht es um Sekundenbruchteile (1/100 Sekunden), obwohl primär die Vermeidung von Fehlern bei den Laufbewerben im Vordergrund steht.

 

Ohne gut aufgebautes Gehorsamkeitstraining wird dies allerdings wohl kaum funktionieren und ist nach meiner Meinung auch der schwerste Teil des Sports, wenngleich auch sicher nicht so spektaklär wie der läuferische Teil.

 

Slalomlauf 

 

Von wesentlicher Bedeutung ist das Zusammenspiel von Hundeführer und Hund beim Slalomlauf, macht der Hundeführer zu viel „Druck“ auf das Tier, wird er langsam, bei zu viel Spielraum können Fehler entstehen.

Für die Hunde wie auch für die Hundeführer bedeutet dieser 75 m Kurzstreckenlauf durch einen Zick-Zack-Kurs hohe Konzentration bei möglichst flottem Tempo um den Hund fehlerfrei durch den Slalomlauf zu führen.

 

Es gibt den Slalomlauf mit angeleintem Hund oder in Freifolge, je nach Klasse. 

 

Hürdenlauf 

 

Beim Hürdenlauf werden dem Hundeführer gleich zwei Anforderungen abverlangt: Schnelligkeit und Koordination. Der Hundeführer muss den Hund auf dem 50 m langen Hürdenlauf sicher über die drei Hürden führen, ohne eine Hürde abzuwerfen oder auszulassen – und das bei möglichst hohem Tempo. Auch hier gilt – Fehlerlosigkeit gewinnt vor Geschwindigkeit.

 

Je nach Klasse wird der Hundeführer neben dem Hund an den Hürden vorbeilaufen oder sie auch selber überwinden müssen - bei 40cm Hürdenhöhe ein machbares Unterfangen.

 

Hindernislauf 

 

Beim Hindernislauf führen der Hundeführer und sein Hund einen 75 m langen Kurzstreckenlauf aus. Hierbei muss der Hund 8 verschiedene Hindernisse überwinden, während der Hundeführer unmittelbar parallel zur Hindernisbahn mitläuft. Der Hundeführer sollte trotz des hohen Lauftempos darauf achten, dass sein Hund die Hindernisse korrekt überwindet.

 

 

 

Der Turnierhundesport ist also ein Sport, bei dem die Teamarbeit von Hundeführer und Hund der wesentliche Faktor sind und bei dem Schnelligkeit, Präzision und Gehorsam gefragt sind.

 

Es ist zu begrüßen, daß Breitensport  bzw. der Turnierhundesport an sich eine so starke Förderung erfährt – allerdings wären die Vereine und allen voran der Verband ÖKV selbst gut beraten, sich einmal Gedanken darüber zu machen, daß eine so deutliche Erweiterung der aktiven Hundesportler und der positiven Erfahrungen zwangsläufig dazu führt, daß immer mehr Menschen motiviert werden, sich mit Hundesport zu befassen.

 

Diesem enorm gesteigerten Zulauf sollte man unbedingt und dringend Rechnung tragen, in dem man verstärkt Kurse anbietet, sonst werden die Menschen bald durch mangelnde Ausbildung demotiviert und sich entäuscht wieder anderen Dingen zuwenden.

 

Die derzeitig Handhabung, Trainer „ehrenamtlich“ zu beschäftigen (der Kurs-Beitrag fließt dem Verband zu)  hebt nicht unbedingt das Niveau, da trotz aller Bemühungen immer zuwenig qualifizierte Personen verfügbar sind und man faktisch zwangsläufig alles als Trainer nimmt, was sich anbietet.

 

Ambitionen und Engagement wiegen nur leider fachliche Ausbildung nicht auf. Kombiniert mit der Masse der Auszubildenden und dem beschränktem Platzangebot bleibt die Qualität auf der Strecke, was man bei den in vielen Vereinen hoffnungslos überfüllten „Kursen“ sieht, die nur minimalste Informationen vermitteln können.

 

Eine Möglichkeit wäre z.B. das mietweise Überlassen der Plätze ausserhalb der normalen Vereinszeiten an qualifizierte Trainer. Möglicherweise schaffen es die Verantwortlichen in den Verbandsgremien auch sogar, ein wenig flexibler zu werden und bieten sogenannten „freien Trainern“ sinnvolle Kooperations-Möglichkeiten, anstelle diese zu bekämpfen.

 

Dies würde sicher das Niveau des österreichischen Hundesports zusätzlich anheben und käme dem österreichischen Hundesport aus internationaler Sicht sicher zu Gute.