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Zuerst muss ich feststellen, daß ich Katzen eigentlich gar nicht mochte - nicht, weil ich was gegen diese sehr schönen Tiere im speziellen habe, sondern ganz allgemein, da in unserer Gegend viele Katzen waren, die regelmäßig eine Vielzahl von Vögeln töteten.

Jagdtrieb, natürliches Verhalten - ja, ja, weiss ich schon - aber trotzdem!

So habe ich  immer alle vergrault, damit unser Garten zur Vogelzone werden kann und jedem der es hören wollte (oder auch nicht) erzählt, wie sehr ich Katzen im Garten ablehne.

 

Und dann fanden wir im August 2005 Lucky auf der Autobahn in Serbien- oder besser, er hat uns gefunden. Ein kleiner, kaum handgroßer Wicht sauste heran, klammerte sich an das Bein von Milena und maunzte herzerweichend.

Wir haben viel gesucht, aber ausser verdächtigen Spuren eines Dramas auf der Autobahn war in der sehr öden, heißen Gegend weit und breit nichts zu sehen - also haben wir die handvoll Leben mitgenommen.

 

Unterwegs mit Milch aus kleinen Kaffeobers-Töpfchen von den Raststationen ernährt, sind wir gut in unserem Heim angekommen und dann war er halt da, der Mini-Kater. 

Noch zu klein um gehen zu können mit viel zu schwerem Kopf aber immer schnurrend, schnurrend, schnurrend. Und das ist er bis heute noch  - ein Schnurrkater!

 

Freundlich zu Jedem und Allem, mag Hunde, Schafe, Menschen sowieso und sogar die Vögel läßt er in Ruhe - beobachten tut er sie aber schon gerne ;-) !

Ja, und nun ist´s vorbei mit meiner Glaubwürdigkeit, wenn ich wieder mal sage "eigentlich mag ich ja keine Katzen..."

Mittlerweile, Jänner des Jahres 2012, ist es nun hübsch ein Weilchen her, seit wir das erste kleine Fellknäuel mitbrachten und in unserer Familie aufnahmen.

Und nun leben mittlerweile vier Kater schon seit einiger Zeit im sonnigen Garten - und wir, genauer gesagt eigentlich ich, bin um vieles an Erfahrungen reicher.

 

Wenn man einer Katze gestattet, einzuziehen, dann ist es nciht so, dass man nun einfach ein Tier im Hause hat - nein, irgendwie vollzieht die Katze nach nur kurzer Zeit eine vollständige Okkupation aller erreichbaren Räume, Flächen und Behältnisse.

Man tritt nach und nach Rechte ab - und das so ganz nebenbei und irgendwie stört es gar nicht. Meistens.

 

Erst, wenn man dann irgendwann einmal ganz bewußt darüber nachdenkt, wird einem klar, dass man schon längst nicht mehr wirklich der Herr des Hauses ist.

 

Denn der gemütliche Sessel, den findet auch Katerchen gemütlich, will man sich am Sofa ausstrecken, hat  Katerchen ihn längst erobert und man selber muss sich mit etwas Platz begüngen, will man nicht herzlos das "natürlich" tief und fest schlafende Tierlein verstossen.  Und will man arbeiten, schwupps, sitzt Katerchen am Schoss und verlangt wild schnurrend um die natürlich schon längst überfälligen Streicheleinheiten, verhindert sehr effektiv mit elastischem Schwanz jeden freien Blick auf den Bildschirm und erreicht sehr bald seinen Willen.

 

Jeder Gang in die Küche wird begleitet von schnellen Schatten, die, herbei eilend nicht unberechtigt auf Futter hoffen - und läßt man einmal unbedacht den Kühlschrank offen, das frisch panierte Schnitzel aus der Sicht oder den Teller am Tisch mit dem leckeren Hühnchen aus den Augen - dann hat man gleich etwas für die Diät getan und ein flinker Räuber trollt sich eilig aber sehr zufrieden von dannen.

 

Selbst Türen, nur einfach geschlossen, halten die klugen und sehr geschickten Plünderer  nicht ab, die Tür-Klinken mit flinkem Sprung zu öffnen vermögen; selbst die ganz beachtliche magnetische Haftkraft von Kühlschrank-Türen schützt den eigentlich gierigen Augen entzogenen Inhalt nicht vor Raubzügen, denn mit viel Geschick, Beharrlichkeit und einigem Aufwand an Kraft werden auch diese alsbald geöffnet und der Inhalt der schützenden Kühle entrissen.

Was übrigens sogleich einige Mitverschwörer auf den Plan ruft und man selber - alarmiert von lautem Schmatzen und herbeigeeilt - eine Zahl zufrieden, wenn auch etwas schuldbewußt dreinblickender Hunde und Katzen um die Teile dessen sitzend vorfindet, was einmal die Behälter für - inzwischen längst vernichtete - Fleischteile waren.

 

Und wer meint, Katzen fressen eh nur Fleisch, der hat noch nie die jämmerlichen Überreste eines als Geschenk gebrachten und leichtfertig kurz am Küchenbord abgestellten und sich selbst überlassenen Gugelhupf gesehen.

 

Will man nicht sein täglich Brot mit einer schar ewig hungriger oder zumindest den diesen Anschein erweckenden Pfotenträgern teilen, dann tut man gut, den Haushalt mit Kindersicherungen zu versehen - denn nur das schützt einem selber vor Hunger und Elend ;-)

Und doch wird beinahe jede Moritat insgeheim begleitet von einem Augenzwinkern ob des grossen Geschicks der sanften Diebe.

 

Ja, viele Erfahrungen habe ich gemacht, manch unangenehme Überraschung war auch dabei, denn Katzen haben eine auch recht eigenwillige, recht übelrichende Art zu zeigen, wenn ihnen was nicht passt.   

Und stuuuur sind sie...

Aber auch süß. Und liebevoll. Und klug. Und, und, und...

 

Viele Erfahrungen, und kaum Eine mag ich missen.

Noch immer vertreibe ich Katzen im Garten, wenn die Brutzeit der Vögel naht - auch unsere eigenen haben Hausarest, soweit möglich.

 

Aber ein Leben ohne die kleinen Freunde, das kann, das mag ich mir gar nicht mehr vorstellen. 

 

Die Bilderchen unserer vier "Weichpfoten" und immer mal Neues seht Ihr, wenn Ihr links im Menü die Auswahl-Button anklickt; weiter unten seht Ihr Bilder unserer Besucher, den damals noch jungen Nachbars-Kätzlein.

Nachbar´s Katze...